SF Kompetenzmodelle

Kompetenzmodelle zur Steuerung der Personalentwicklung

Nach der Arbeitsdefinition von FIDES meint Kompetenz das Zusammenspiel aus allen sozialen, fachlichen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten, einschließlich der Leistungsbereitschaft selbst – also alle Fähigkeiten, die die Persönlichkeit eines Menschen ausmachen – egal, wann und wie die Fähigkeiten erworben wurden.

In größeren Unternehmen/ Konzernen wird jährlich eine Beurteilung der meisten Mitarbeiter durchgeführt. Dabei werden verschiedene Kompetenzmodelle benutzt und aufwändige DV-gestützte Regelkreise eingerichtet.

In Fallstudie 8 wird jeder Mitarbeiter in 3 Kategorien mit jeweils 2 Unterkategorien beurteilt:

  • Fachliche Expertise und ihre Bedeutung für das Unternehmen
  • Sozialkompetenz: Umgang mit Kunden und Kollegen
  • Ergebnisbeitrag und Jahresleistung.

Das dargestellte Kompetenz- und Beurteilungsmodell, das durchaus charakteristisch für viele Unternehmen ist, ist die Basis für sämtliche Beförderungen und für die Vergütung der Mitarbeiter.

Hierzu hat sich in allen größeren Unternehmen ein professionelles Personalmanagement entwickelt (meist als eigene Abteilung).

Zu vertiefenden Informationen vergleiche insbesondere die folgenden aktuellen Lehrbücher:

Scholz 2014, Grundzüge des Personalmanagements, 2.Aufl., S. 262ff; Steinmann/Schreyögg/ Koch 2014, Management, 7. Aufl., S. 737ff


 

Praktische Impulse zur Personalentwicklung in der laufenden Führungsarbeit

Die praktische Herausforderung, adäquate Impulse in Richtung Personalentwicklung zu setzten, ist weit mehr als ein jährlicher Standardprozess. Jede Führungskraft muss, nach Überzeugung von FIDES, kontinuierlich daran arbeiten. Hierzu formulieren Johanna und Martin Fischer 2016 in „Vom Leistungstief zum Leistungshoch“ folgende Empfehlungen:

Ermutigung stärkt das Bemühen, das Dranbleiben, das Durchhalten und das Lernen. (ebenda S. 117)

Selbstcheck in 10 Schritten:

  1. Interesse an meinen Mitarbeitern
  2. Selbst-Achtsamkeit
  3. Aufmerksam zuhören
  4. Geduld
  5. Verhindern übler Nachrede
  6. Freundlich und fest führen
  7. Das Gute erkennen, Versuche und Fortschritte anerkennen
  8. Die eigene Unvollkommenheit annehmen lernen
  9. Eigene Anteile in Konflikten erkennen
  10. Volles Engagement erhalten und zeigen.

 

„Die positive Erwartung an den anderen schafft ein wärmendes sozial-emotionales Klima.“ (ebenda S.131ff)

Denken Sie daran, dass defizitär ausgerichtete Überzeugungen keine Selbsterneuerung kennen. Und damit keine Basis für eine Leistungssteigerung auf der Langstrecke sind…Statistiken zeigen, dass diese drei Faktoren für die Langstrecke wichtig sind:

  1. Ein positives Verhältnis zu sich selbst.
  2. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  3. Die Fähigkeit, Durststrecken durchzustehen, ohne den Mut zu verlieren.

(Vgl. S. 171)