Steuerungsprobleme im öffentlichen Bereich

Die öffentlichen Institutionen wie Kommunen, Ministerien, Landesbetriebe und Hochschulen, auf deren Beratung Dr. Marettek sich über 20 Jahren konzentriert hat, sind durch folgende Faktoren geprägt:

  • durch Wahlen bestimmte Führungskräfte (Oberbürgermeister, Minister, Hochschulpräsidium)
  • darunter diejenigen Führungskräfte, die bezogen auf die Verwaltung die Hauptarbeit machen müssen (Bürgermeister, Staatssekretäre, Hochschulkanzler)
  • relativ starke Stellung des mittleren Managements (Amtsleiter, Abteilungsleiter im Ministerium, Dezernenten in Hochschulen):  hier fängt es bereits an, dass die Führungskräfte nichts anordnen oder gar sanktionieren können: gelingende Führung setzt glaubwürdige Überzeugungsarbeit voraus!
  • Dies gilt auch auf allen weiteren Ebenen.

Daher ist auch für alle Organisationsberatung ein uneingeschränkt partizipativer Ansatz alternativlos. Wirksame Hilfe im Rahmen von Beratungsprojekten kann nur gelingen, wenn

  • das Beraterteam durch überzeugende Fach- und Sozialkompetenzen geprägt ist
  • zwischen Beraterteam und dem beratenen Personen-Kollektiv eine gewisse Vertrauensbeziehung entsteht; die beratenen Menschen sollten spüren, das die Berater aus ganzem Herzen helfen wollen (keinerlei Eigeninteresse verfolgen) mit dem Ziel dass das beratene Kollektiv wirklich als Gruppe weiterkommt und jede/jeder Einzelne im Transformationsprozess uneingeschränkt fair behandelt wird
  • möglichst viele Personen im beratenen Kollektiv innerlich den Transformationsprozess bejahen können.

Eine besonders komplexe Mehrebenenstruktur weisen öffentliche Hochschulen auf, die wir an anderer Stelle ausführlich behandelt haben (Vgl. Marettek 2016: Steuerungsprobleme großer Universitäten in Zeiten der Exzellenzinitiative, S. 71):

 

Die wissenschaftliche Arbeit zum öffentlichen Management von Dr. Marettek und seinem Team findet sich grundsätzlich ausführlich nur auf unserer „Schwester-Homepage“ des Forschungsinstituts FIDES e.V.